Hilfe bei Alzheimer

Hier werden die Ursachen und der Verlauf von Alzheimer erklärt

Alzheimer ist eine hirnorganische Krankheit, die im Jahre 1906 von dem Arzt Alois Alzheimer wissenschaftlich dokumentiert wurde.

Es sind nur selten Menschen unter 60 Jahren betroffen. Der größte Risikofaktor für die Alzheimer-Krankheit ist das Alter. Im Gehirn der erkrankten Person sind Eiweißablagerungen festzustellen.

Typisch für dieses Krankheitsbild sind Veränderungen der Persönlichkeit, Störungen des Urteils-und Denkvermögens sowie Orientierungs- und Gedächtnisstörungen. Ebenfalls können Sprachstörungen auftreten, wie verwaschene Sprache und murmeln.

Diese Störungen nehmen im Verlauf der Erkrankung zu. Die Bewältigung des normalen Alltagslebens wird immer schwieriger.

Die Alzheimer-Krankheit hat einen typischen Verlauf

Leichtgradig auftretende Demenz

Im Frühstadium fällt diese Krankheit durch Beeinträchtigung des Kurzzeitgedächtnisses auf. Ablegte Gegenstände werden von dem Erkrankten nicht mehr gefunden. Der Erkrankte kann sich nicht an Inhalte von Gesprächen erinnern, oder diese richtig einordnen.Es kommt zu Orientierungs- und Wortfindungsstörungen. Das planende und organisierende Denken ist gestört.

Der Erkrankte bemerkt, dass er Sachen vergisst. Er ist verwirrt und ärgerlich, da er sich nicht an Dinge erinnern kann die von Anderen behauptet werden. Es kommt öfters zu peinlichen Situationen für den Betroffenen. Je nach Charakter bemerkt man an bei dem Erkrankten ein depressives, aggressives und abwehrendes Verhalten. Oft ziehen sich die Betroffenen zurück und versuchen eine "Fassade" aufrecht zu erhalten.

In diesem Stadium können die Betroffenen oft Ihren Alltag weitgehend selbst bewältigen. Jedoch kann der Betroffene bei einfachen Aufgaben, wie dem Führen eines Bankkontos und die Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln überfordert sein. Die richtige Beurteilung von Situationen ist möglich, jedoch eingeschränkt. In diesem Stadium sollten die Betroffenen in Entscheidungen bezüglich Ihrer Betreuung und Behandlung mit einbezogen werden.

Mittelgradig auftretende Demenz

Es wird ein Grad erreicht, bei dem eine selbstständige Lebensführung nicht mehr alleine möglich ist. Das Orientierungs- und Denkvermögen ist beträchtlich und eingeschränkt. Der Betroffene ist nun zunehmend auf Hilfe bei den alltäglichen Aufgaben wie Körperpflege, Bedienen von Haushaltsgeräten, Einkaufen und Zubereitung von Mahlzeiten angewiesen. Oft ist die Sprache des Betroffenen schlecht zu verstehen, da dieser sich immer schwieriger ausdrücken kann und Schwierigkeiten hat komplette Sätze zu bilden. Das Erinnerungsvermögen geht langsam verloren. Der Betroffene weiß nicht mehr wie alt er ist, ob er Kinder hat und wie diese heißen, mit wem er verheiratet ist etc.

Der Betroffene bemerkt nicht mehr, dass er erkrankt ist. Es kann vorkommen, dass der Betroffene die längst verstorbenen Eltern sucht oder zur Arbeit gehen will. Es kommt zu Verhaltensänderungen. Typisch ist eine hochgradig auftretende Unruhe. Die Erkrankten laufen rastlos hin und her, stellen immer die gleichen Fragen und wollen ständig das Haus verlassen. Typisch ist auch eine aggressive und gereizte Verhaltensweise. Wahnvorstellungen können auftreten. Der Betroffene ist der krankhaften Überzeugung bestohlen, abgeschoben oder betrogen worden zu sein.

Schwere auftretende Demenz

In diesem Stadium der Erkrankung ist bereits ein hochgradiger geistiger Abbauprozess erfolgt. Der Erkrankte spricht nur noch wenige Wörter oder hört ganz auf zu reden. Er ist bei allen Tätigkeiten des Alltags auf Hilfe angewiesen. Oft wird die Kontrolle über Blase und Darm verloren und der Erkrankte wird inkontinent. Ebenfalls geht die Kontrolle über die Körperhaltung verloren. Der Erkrankte ist nun auf den Rollstuhl angewiesen oder wird bettlägerig. Es gehört zum Krankheitsbild, dass Versteifung der Gliedmaße, Krampfanfälle und Schluckstörungen auftreten können.

Häufige Todesursache ist eine Infektionskrankheit, da die Alzheimer Erkrankten sehr infektanfällig werden.